Dragon Dreaming

Dragon Dreaming ist ein Weg der Projektsteuerung, bei dem das Wachstum jedes Einzelnen und der gemeinsamen Gruppe eine zentrale Rolle spielen. Das Projekt ist dann ein Erfolg, wenn jeder seine eigenen Grenzen erweitert hat und wir als Gruppe schon Ideen für das nächste Projekt entwickeln.

Dragon Dreaming fragt zuerst nach Motiven, Vorlieben und Bedürfnissen, bevor Handlungsstrategien entworfen und Ziele verfolgt werden. Das ist essenziell und auch genau der Weg der Gewaltfreien Kommunikation. Bevor ich mir überlege, wie ich an mein Ziel komme, muss ich wissen, warum ich da hin will. Mir muss klar sein, welche Bedürfnisse ich mir erfüllen will.

Im Dragon Dreaming bewegen wir uns in Dream Circles, die aus den vier Sektoren Träumen (Motivation aufbauen, Konzepte entwerfen), Planen (Strategien entwickeln), Handeln (Planung umsetzten), Feiern (Fortschritte und Ergebnisse würdigen, nächste Aktivitäten sammeln) bestehen. Das Konzept ist fraktal: Das ganze Projekt ist ein Dream Circle und jede Teilaufgabe für sich auch wieder. Dabei ist es wichtig, dass wir für jede der vier Phasen tatsächlich auch ein Viertel unserer Ressourcen einsetzten, also auch für‘s Feiern. Das klingt für unsere Ohren zunächst etwas ungewohnt. So stellen aber wir sicher, dass wir uns fortlaufend über unsere derzeitigen Standpunkte, Bedürfnisse und aktuellen Stimmungslagen austauschen. Damit können wir Konflikte erkennen, bevor sie eskalieren. John Croft nennt das Charismatic Communication. Ihre Elemente finden sich auch genau in der Gewaltfreien Kommunikation wieder. Mit jedem neuen Dream Circle kommt unser Projekt seinem Ziel ein Stück näher und wir erfahren ein bisschen mehr über uns selbst und die anderen.

Gelernt hat John Croft dieses Prinzip in seiner Heimat Australien von den Aborigines. Auf den Namen Dragon Dreaming kam er, weil jeder, der in diesem Projekt mitmacht, seine eigenen Drachen treffen und schließlich mit ihnen tanzen wird. Wir haben nämlich alle unsere Komfortzonen, die gemütlich und uns lieb geworden sind. In denen wir aber nicht wachsen können. Wachsen können wir nur außerhalb der Komfortzone, in der Wachstumszone. Und hier wohnen auch unsere Drachen. Die uns vielleicht erklären, dass das alles gar nicht geht, dass das für uns viel zu schwer ist, dass wir das am Ende sowieso nicht können.

So lernt jeder seine eigenen Drachen immer besser kennen. Und mit jedem neuen Schritt, den wir uns trauen, werden sie ein bisschen harmloser. Bis sie schließlich unsere Freunde sind, mit denen wir auch gemeinsam feiern.

John Croft ist weltweit unterwegs, um das Dragon Dreaming möglichst vielen Menschen beizubringen. Zu seinen Interessenten gehören international neben engagierten Gruppen auch Regierungsorganisationen.